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Bildbeschreibung : Im Hintergrund sieht man eine Filterzigarette, die im Vordergrund durch ein x-förmiges, fettes, rotes Kreuz durchgestrichen wurde.


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no smoking

Gedanken eines werdenden Nichtrauchers



 

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29.04.2007
Aufhören

Das Rauchen und wie davon loskommen?

Mit 15 Jahren fing ich das Rauchen endgültig an. Was ein Fehler. Aber ich hatte einen Freund, der rauchte und das schmeckte ja sonst beim Knutschen nicht. Wenn ich geahnt hätte, was mich das noch kosten würde...

Jahrelang lagen mir meine Eltern in den Ohren: Hör bloß auf. Und was nervten sie mich. Jeder der nicht rauchte, nervte mit seinem Gelaber. Dabei wollte man selbst ja aufhören, aber bloß nicht zugeben.


Die letzte Zigarette

Bildbeschreibung: Eine qualmende Zigarette in der Nachmittagssonne.


Irgendwann begann ich mir ernsthaft darüber Gedanken zu machen, dass ich mit dem Rauchen aufhören muss. Das Husten morgens nervte mich und finanziell war es einfach nicht mehr tragbar. Also hörte ich im März 2004 einfach von einem Tag auf den nächsten auf. Ich hatte das Buch «Endlich Nichtraucher» gelesen und das was da stand, stimmte alles und war mir echt klar. Ehrlich gesagt hatte ich auch nur wegen dem ersten Tag Angst. Nachdem der überstanden war, gings mir immer besser. Dann jedoch fand ich raus, dass mein Freund heimlich wieder angefangen hatte und als er sich dann auch noch von mir trennte, fing ich aus Trotz im Mai 2004 gleich wieder an. Total dumm von mir, aber so wars.

2005 fing ich dann erneut an mir ernsthaft Gedanken über das Rauchen zu machen. Ich überlegte, was im Buch stand und rauchte anstatt aufzuhören immer mehr. 2 Big Packs pro Tag waren angesagt. Die Kippen hingen mir ehrlich gesagt schon zum Hals raus und das war auch gut so. Ich versuchte jede Kippe bewusst zu rauchen, wirklich zu schmecken.

 Entschluss in Kur 

Ich fuhr in Kur und nahm mir vor, dass ich genau nach 14 Tagen aufhören wollte. Am 13 Tag saßen wir abends beisammen und ich hatte noch 2 Kippen in der Schachtel und es war 15 Minuten vor Schließung der Türen. Ich entschied, dass ich keine Lust hatte den ganzen Weg nach vorn zu laufen um neue Kippen zu ziehen und so rauchte ich ganz bewusst die letzten 2 Kippen. Ich konzentrierte mich darauf wie scheiße die Kippen doch eigentlich schmecken. Als ich die Letzte ausdrückte sagte ich zu meinen 2 Mitkurgästen: So nun bin ich Nichtraucherin. Das war am 13. September 2005.


Weniger ist mehr

Bildbeschreibung: Ein Stilleben, welches aus einem Teil eines orangenen Glasaschenbechers auf einr hellen Platte vor dunklem Hintergrund besteht.


Am nächsten Tag las ich vormittags nochmal das Buch «Endlich Nichtraucher» und frischte damit einfach nur mein Gedächnis auf. Eigentlich hätte ich das gar nicht mehr machen müssen. Nachmittags ging ich in die Raucherecke im Freien und labberte mit den Anderen. Ich hatte nicht eine Sekunde das Bedürfnis eine zu rauchen. Als einer der Kurgäste dann meinte: Du rauchst ja gar nicht. Und ich sagte: Ich hab ja auch aufgehört. Hat er spontan auch aufgehört. Er lenkte sich mit Sport von seinem Entzug ab. Ich jedoch brauchte das nicht. Ich hatte keine Entzugserscheinungen im Gegenteil ich war einfach nur froh. Ich habe mich den ganzen ersten Tag nur gefragt: «Wo bleiben die Entugserscheinungen? Wo bleibt der Hype auf ne Kippe?» Es kam nichts, auch die Tage danach nichts. Es war wirklich einfach nur leicht. Ich war einfach nur baff wie einfach es war.

Als ich nach der Kur nach Hause kam und das erste Mal wieder am PC saß, habe ich ein paar Mal ins Leere gegriffen, das war auch komisch. Ich war so in Gedanken und als ich mich ertappte, musste ich grinsen.
Ab und an hatte ich im letzten Jahr noch Träume wo ich rauchte und dann mich selbst dabei im Traum erwischte und sauer drüber war. Ich fand das sehr lustig.

Nachdem ich aufhörte, hörte das Husten auf. Ich hatte und habe viel mehr Zeit. Die Ruhe mit der ich heute im Bett liegen bleibe und ein Video schau, ist eine wirkliche Belohnung. Es ist schön, dass man im Wartezimmer bei Ärzten andere Gedanken hat als: «Wann kann ich endlich raus und eine rauchen.» Man riecht und schmeckt besser und die Klamotten riechen nicht mehr. Man fühlt sich auch stressfreier. Zigaretten beruhigen einen überhaupt nicht sondern verursachen im Gegenteil viel mehr Stress.

Bis heute habe ich keine Zigarette mehr angefasst und habe auch nicht mehr vor es je zu tun. Es hat bei mir eben einfach Klick gemacht. Wer auch aufhören möchte, dem empfehle ich wirklich das Buch, es schreibt nur die Wahrheit.

Text: Cornelia Diedrichs, Hannover

Foto1: Photocase, bhohe

Foto2: Photocase, bellagee


Infobox:

Die authentische Schilderung schrieb Conny Diedrichs am 14.03.2007. Ihre Geschichte beschreibt sehr Lebensnah, wie einfach es doch ist, dem Tabak abzuschwören, wenn nur erstmal der rechte Wille da ist.

Ein versteckter Tipp ist in dem Artikel auch enthalten: Man liest immer wieder, dass es hilfreich sein soll, die letzte Zigarette im ungewohnten Lebensraum zu rauchen, also im Urlaub, in der Kur...

Warum kann das helfen?

Weil der Mensch (und insbesondere der Raucher) ein Gewohnheitstier ist. Abseits seines "normalen" Umfelds ist er sowieso gezwungen, sich auf abweichende Zeremonien und einen anderen Lebensrhythmus einzustellen. Außerdem befindet er sich dann nicht im Alltagsstress. Da fällt es dann schon etwas leichter, den Griff zur Zigarette zu unterdrücken.

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