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Bildbeschreibung : Im Hintergrund sieht man eine Filterzigarette, die im Vordergrund durch ein x-förmiges, fettes, rotes Kreuz durchgestrichen wurde.


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no smoking

Gedanken eines werdenden Nichtrauchers



 

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22.02.2009
Verpasste Chancen

Ein Nichtraucher-Werdegang

Schon seit meinem Wiedereinstieg ins Raucher-Dasein 2004 nach 3 Jahren Abstinenz hadere ich mit mir, wieder aufzuhören - dieses mal endgültig!
Aber wie das als Raucher nunmal so ist - Man zögert den Tag X jeden Tag aufs neue hinaus. Einmal ist es die MS, vor deren vermeintlicher Rache man sich fürchtet, ein anderes mal ist es der „Stress“, dem man ohne Nikotin sicherlich NICHTS entgegenzusetzen hätte.

Dem ist zum Glück nicht so!!!

Am 29.07.08 beschloss ich, ab dem nächsten Tag das Rauchen zu beenden und es war eigentlich nicht schwer, dies in die Tat umzusetzen. Um nicht aus Gewohnheit die erste Zigarette des Tages nach dem Toilettengang zu entzünden, waren am Abend davor die Zigaretten in die Aufbewahrungs-Truhe und der geleerte Aschenbecher in die Spülmaschine gewandert.

2. August 2008:
Neues Spiel - Neues Glück???

Obwohl es mir ohne Rauch eigentlich deutlich besser geht (zumindest motorisch), habe ich gerade einen „Deal“ mit mir gemacht:

  • Maximale Anzahl der Zigaretten pro Tag darf 3 Stück nicht überschreiten.
  • Vor dem Fernseher oder dem PC sind Zigaretten tabu.

6. August 2008:
Here we go again

Nachdem ich die letzten Tage wieder gut übertrieben habe, ist erneut der Wunsch nach „innerer Stärke“ erwacht. Von nur 3 Zigaretten am Tag bis nur 10 Zigaretten am Tag war alles dabei - eigenartigerweise waren auf der hierfür angelegten Strichliste bis zu 15 Stück zu lesen!

Meine Erfahrung am Morgen zeigt folgendes:

  • Aufstehen, Toilettengang, Katze füttern, Kaffeemaschine einschalten: Trotz Müdigkeit kein Zittern, Schwanken, keine Kopfschmerzen o. ä.
  • das gemütliche Niederlassen mit dem ersten Kaffee hat natürlich den Griff zur Zigarette zur Folge.
  • Schon nach dem ersten Zug beginnt Übelkeit aufzusteigen, der Kaffee duftet plötzlich nicht mehr, der Geschmack der Butterkekse erinnert auf einmal an Pappdeckel und der vorher wahrgenommene Geruch nach Müll ist urplötzlich weg.

20. August 2008:

Ein Leben zwischen Mülldeponie und den zu erwartenden (wenn nicht schon eingetretenen) gesundheitlichen Schädigungen erscheint nicht wirklich erstrebenswert - mir auch nicht!!! Die Energie, die ich völlig nutzlos für das „selbst Lahmlegen“ aufbringe, kann mit Sicherheit sinnvoller für das Gerippe eingesetzt werden und nicht dagegen!!!

3. September 2008:

Wie das Raucher-Leben so spielt: Das war wohl nix!!! Bin wieder voll eingestiegen und stelle fest: Schön blöd!!! Doch Selbstzerfleischen ist nicht – nö, nö...bin ja schließlich MSie! Wann ich es spontan schaffe aufzuhören weiß ich nicht, aber ich denke: Erst mal mich selbst auf die „Reihe bringen“, dann erledigt sich diese Sucht wie von selbst!!!

25. September 2008:

Soso – da bietet sich mir DIE Chance, und ich ergreife sie! Mit Selbstverachtung und giftigen Substanzen wie Nikotin ist bald Schluss!!! Habe wohl endlich verstanden, daß das Rauchen nichts mit meiner persönlichen Blödheit zu tun hat! Das Weiterrauchen schon!!! Mir ist kalt und was tue ich? Anstatt mir einen Pulli anzuziehen stecke ich mir eine Zigarette an. Eine???

Selbstverständlich ist mir trotz Zigarette kalt oder eher deswegen??? Mit Sicherheit letzteres – wie soll Nikotin auch wohlige Wärme verursachen? Die Methode heißer Kaffee, essen und Pulli anziehen hätte mit Sicherheit zum gewünschten Ergebnis geführt – nicht aber das starke Inhalieren von Nikotin!!!

Habe ich Angst vorm Aufhören? Warum sollte ich??? Sollte ich den Gestank vermissen steht es mir ja jederzeit frei, mich zur Müllkippe kutschieren zu lassen.

27.September 2008:

Sucht? – Ohne mich!!! Eigenartig oder? – War ich doch mal stolz darauf, nicht drogensüchtig zu sein – leider habe ich mir da selbst was vorgemacht! Sicher – ich nehme keine Drogen: Ich rauche sie ja NUR!!! Selbstverachtung? Ja, kenne ich sehr gut! Habe ich mich nicht sehr oft gefühlt als würde mir etwas fehlen? Und habe ich mich nicht laufend gefragt, was das wohl sein mag?


Unterbrochene Zigarettenpause

Bildbeschreibung: Der Rest einer Zigarette uaf einem Gullideckel.


Jetzt beginne ich das Wesen der Nikotinsucht zu verstehen und vieles wird plötzlich sonnenklar: Seit der Einführung des Nichtraucherschutzgesetzes sitzt man lieber in der Eiseskälte, kann die Zigarette kaum halten vor lauter Zittern und riskiert eine deftige Erkältung – und wozu das Ganze??? Weil zum Kaffee selbstverständlich das „köstliche“ Nikotin gehört!

Ach ja??? NICHT WIRKLICH!!! Ein Keks zum Kaffee ist eine unerwartete, leckere Dreingabe – eine Zigarette nicht! Warum fällt es mir eigentlich noch schwer, dieses Wissen umzusetzen? Weil ich süchtig bin!!!

Doch jetzt habe ich mir Hilfe gesucht um diese Sucht in den Griff zu kriegen. Ich will nicht mehr der Sklave einer Sucht sein!!! Habe ich nicht die Nase voll von der Willkür meiner MS? Ja, selbstverständlich!!! Warum ändere ich nicht das, was ich ändern kann? Bin ich feige und ängstlich? JA!!! Warum? Weil ich Angst vor dem habe, was aus mir wird:

 Angst vorm Gutgehen ? 

Ein glücklicher Mensch, der nicht raucht!!! Habe ich etwa nur Angst davor, daß es mir gutgehen könnte? Es hat fast den Anschein! Ganz schön blöd, oder? Oder gehöre ich generell zu den Menschen, die morgens mit diesem Spruch erwachen: Mein täglich Leid gib mir heute? Nun ja, ein Nietzsche wird mit Sicherheit nicht aus mir! Vielleicht aber der Mensch, der ich wirklich bin?


Endziel Nichtraucher

Bildbeschreibung: Der Rest einer Zigarette uaf einem Gullideckel.


Wir wollen ja nicht philosophisch werden – ich sehe schon: Titel meines Buches wird „Back to me“. An der Verfilmung dürfte es dann wohl eher scheitern.

Scherz beiseite! Weiß ich denn eigentlich noch wer ich bin? Was ich geworden bin weiß ich leider: Eine Frau, die sich vor lauter Selbstmitleid selbst verachtet! Wann hat das begonnen? Sicher könnte ich es mir leicht machen und die Schuld auf die „äußeren Umstände“ schieben. Schuld sind ja immer die Anderen! Doch das mache ich nicht (mehr)!

Es liegt an dem Nikotinkonsum! Und die Entscheidung wieder anzufangen habe ich getroffen und sonst niemand. Entscheidung??? Und das im vollen Bewußtsein nur weil ich mich selbst nicht leiden konnte? Was hat es mir denn gebracht?

Gewicht:

  • Aus leidlich normalen ca. 60 kg wurden innerhalb von ca. 2 Jahren 41 kg.
  • Dank „Aufbaunahrung“ und generell mehr essen bin ich heute auf „stolzen“ 45 kg.

Klasse, oder? Nichts mehr mit vermeintlichen Fettpölsterchen, sondern gerippig/verhungertes „Ambiente“. Wenn ich junge Mädels sehe, deren Beine aus einem Werbespot für die Welthungerhilfe stammen könnten, erschrecke ich. Warum? Ganz einfach: Ich sehe mich 20 Jahre jünger! Am Liebsten würde ich in solchen Siuationen laut rufen: Mädels, esst doch mal was außer Zigaretten!

Ja klar, da würde die Richtige rufen! Selbstbewußtsein: Was ist DAS denn??? Ach ja richtig – das was mir abhanden kam!!! Ganz einfach: Wenn man sich selbst nicht mal ab kann, wie soll dann jemand anderes angetan sein? Wie war das noch gleich mit dem Spiegel der Seele? War das nicht unser Gesicht und unser Körper? Wen wundert es da, daß mir der Blick in den Spiegel von Traurigkeit, Frust und Alter erzählt??? Und ich spreche nicht von Lachfältchen...nein, nein...

Quasi gezeichnet vom...:

  • Leben? Mit 37 eher noch nicht wirklich.
  • Rauchen? In der Tat kommt das am ehesten hin: Fahle, blasse Haut, schlechter Atem Marke „Gruftie“ und Pickel wie ein Teenie.

19. Februar 2009:

So, so...mittlerweile schreiben wir das Jahr 2009. Die 38 ist „geknackt“, ich rauche immer noch wie ein Schlot und bin mächtig genervt! Doch der Wille das Rauchen aufzuhören ist ungebrochen!!!

Text: Graciella Mitschke, Marsberg

Foto1: Dan Kuta, photocase.de

Foto2: Barbara Eckholdt, pixelio.de


Infobox:

Die Verfasserin des nebenstehenden Tagebuchs, Mariella Mitschke, leidet unter Multiple Sklerose, einer weit verbreiteten entzündlichen Erkrankung des zentralen Nervensystems.

Ich wünsche ihr auf diesem Wege viel Kraft, um trotz dieser grausamen Krankheit ein glückliches Leben führen zu können.

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© 2010 by Uwe Köstner


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Bildbeschreibung : Im Hintergrund sieht man eine Filterzigarette, die im Vordergrund durch ein x-förmiges, fettes, rotes Kreuz durchgestrichen wurde.

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