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Bildbeschreibung : Im Hintergrund sieht man eine Filterzigarette, die im Vordergrund durch ein x-förmiges, fettes, rotes Kreuz durchgestrichen wurde.


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no smoking

Gedanken eines werdenden Nichtrauchers



 

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22.07.2007
Ersatzlust

Der abgekaute Buntstift

Die Situation kennt wohl jeder, der sich das Rauchen ernsthaft abgewöhnen will oder wollte:
Wenn das Verlangen mal wieder droht, übermächtig zu werden, sucht man oft nach Ersatzbefriedigungen für seine jahrelang eingeübten Gewohnheiten. Die Finger müssen beschäftigt werden, der Gaumen wartet auf ein Geschmackserlebnis, die Lunge schreit nach dem Rauch.

Der fehlende Glimmstängel wird wie ein Verlust betrachtet, der durch irgendetwas ausgeglichen werden will. So ertappt man sich dabei, dass die nervösen Finger einen Kugelschreiber halten, als sei es eine Zigarette. Zusätzlich wird dann halbstündlich mindestens ein Gummibär ermordet und verzehrt.

Aber ist das wirklich der richtige Weg?
Sollte nicht das Leben selbst der erstrebenswerte Ersatz für das Rauchen sein?


Ersatz

Bildbeschreibung: Fotografie eines Mannes, der ein Eishörnchen wie eine Zigarette hält.


Der angehende Nichtraucher stopft häufig Unmengen von Süßigkeiten in sich rein, sein Konsum von Kaugummis bringt ihm den Spitznamen "Wiederkäuer" ein. Er beschäftigt seine Hände mit Knetbällen, kaut Buntstifte an und verhält sich eigentlich immer so, als ob ihm etwas fehlen würde.

Er hadert wegen seiner Gewichtszunahme mit sich selbst und meint ständig, er brauche eine Alternative zum Einsaugen des schädlichen Rauchs.

Wenn man mal genauer überlegt, was man da eigentlich tut, ist dieses Verhalten schon absonderlich:

  • Ist es denn ein Verlust, wenn man die Hände ganz ruhig und entspannt in den Schoß legen kann, statt die Kippe zwischen den Fingern halten zu müssen?
  • Ist es denn nicht Gewinn genug, saubere Luft bewusst zu atmen, statt sich die Sinne durch den blauen Dunst zu vernebeln?
  • Verschafft es einem denn nicht auch Befriedigung, dass sich Geruchs- und Geschmacksnerven regenerieren und dass dadurch vieles intensiver wahrgenommen wird?

Es wird oft der Tipp gegeben, man solle Möhren knabbern oder verstärkt Mineralwasser trinken. Das ist sicher nicht verkehrt, aber im Endeffekt stellt es nur eine Übergangslösung dar, ähnlich des Aufklebens oder der Einnahme von Nikotin-Präparaten.

 Gewohnheiten sind Altlasten 

Wer das Rauchen aufgibt, muss bereit sein, seine Gewohnheiten dauerhaft umzustellen.

Deshalb ist mein Rezept ein anderes. Ich weiß zwar noch nicht, ob es erfolgreich sein wird, und ich behaupte auch nicht, dass es bei jedem nachhaltig wirkt, aber ich fahre zurzeit ganz gut damit:

Immer dann, wenn meine Gedanken nur noch um die Zigaretten kreisen, begebe ich mich nach Möglichkeit an einen ruhigen Ort (vornehmlich draußen). Dort nehme ich eine entspannte Sitzhaltung ein und zwinge meine Hände zur Ruhe. Ich hole ein paar Mal tief Luft, versuche die Pflanzen zu riechen und meine Sinneswahrnehmungen auf nette Kleinigkeiten in meiner Umgebung zu konzentrieren... auf den kleinen Piepmatz, das Wolkenbild oder sonstige Dinge. Dabei bemerke ich fast immer, dass mir nichts fehlt, sondern dass ich irgendwie einen Mehrwert verspüre.

Wenn ich dabei etwas esse, zelebriere ich das teilweise regelrecht: So beiße ich nicht mehr herzhaft in den Apfel, sondern nehme mir die Zeit, ihn zu schälen und zu vierteln. Wenn ich trinke, dann trinke ich in ganz kleinen Schlucken, wobei ich jeden Schluck bewusst genieße.

Der Effekt dabei?

Nun, ich habe das Gefühl, dass sich Entspannung und innere Ruhe dabei immer stärker von selbst ergeben, dass ich mich immer weniger dazu zwingen muss. Ja, zeitweilig verspüre ich dabei sogar ein vorher nicht gekanntes Glücksgefühl, welches auch durch ein Lächeln nach außen sichtbar wird...

...und diese innere Zufriedenheit wird einem durch Rauchen nie geboten.

Text: Uwe Köstner

Foto: aboutpixel.de - Dommy


Infobox:

Die Rauchsucht wird von vielen Menschen als Abhängigkeit von der Droge Nikotin definiert. Dabei wird ein zweiter Faktor oft übersehen:

Die Macht der Gewohnheit.

Sie ist der zweite Hauptbestandteil der Sucht. Die körperliche Abhängigkeit vom Nikotin ist schon nach wenigen Stunden der Enthaltsamkeit weitgehend verschwunden. Was danach geschieht, spielt sich fast ausschließlich im Kopf ab.

Man muss sich zwingen, mit Ritualen zu brechen, die man sonst -zigmal am Tag praktiziert hat. Die Entwöhnung sollte man als einen Einschnitt im Leben betrachten - nicht nur als eine Umstellung, sondern als einen Bruch, der einen Neuanfang zur Folge hat....

...Den Neuanfang eines glücklicheren Lebens.

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© 2011 by Uwe Köstner


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